Verein zur Förderung des schulischen Stochastikunterrichts e.V.
 

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Jahrgang 39 (2019) Heft 3:

Vorwort
Christian Rütten und Petra Scherer, Essen: Schweinewürfeln – Eine stochastische Lernumgebung zum Würfel
Lernende der vierten Klasse erkunden im Lehr-Lern-Labor ‚Mathe-Spürnasen' die stochastische Relevanz der physikalischen bzw. geometrischen Eigenschaften des sechsseitigen Spiel- würfels, indem sie dessen stochastische Eigenschaften mit denen des asymmetrischen Zufallsgenerators Würfelschwein aus dem Gesellschaftsspiel ‚Schweinerei' (engl. ‚Pass the Pigs®') vergleichen. Der Beitrag stellt einerseits die entsprechende Lernumgebung vor und zeigt andererseits, wie Lernende bei deren Bearbeitung geometrische und stochastische Eigenschaften miteinander vernetzen und so potenziellen Fehlvorstellungen begegnet wird.
Anna Birich, Giessen & Michelle Payer, Darmstadt: Das Galton-Brett – Möglichkeiten in der Grundschule
Im Beitrag wird eine Studie zum Galton-Brett in der Grundschule vorgestellt, welche sowohl im Anfangsunterricht als auch in Klasse 4 durchgeführt wurde. Im Zentrum der Ausführungen stehen der Aufbau der Studie, Aufgabenstellungen für Schülerinnen und Schüler und ausgewählte Untersuchungsergebnisse. Daraufhin sollen Grenzen und Möglichkeiten des Galton-Brettes aufgezeigt werden, welches bislang keinen festen Bestandteil für die Grundschule darstellt.
Hans Humenberger, Wien: Der "empirische Wahrscheinlichkeitsbegriff" – gut gemeint, aber auch wirklich gut?
Dieser kurze Beitrag soll ein Plädoyer dafür sein, den Begriff "empirische Wahrscheinlichkeit" nicht zu verwenden, denn er verwischt m. E. den grundlegenden Unterschied von Wahrscheinlichkeiten und relativen Häufigkeiten.
Sudipta Roy, Joilet, Illinois, USA: Beurteilende Statistik, die Spaß macht: Was Aufbewahrungsboxen mit 100 Büroklammern erzählen können
In diesem Artikel wird ein Klassenraum-Experiment zu Aufbewahrungsboxen mit 100 Büroklammern vorgestellt. Die Schüler müssen dabei selbst aktiv werden und verschiedene thematische Aspekte der Beurteilenden Statistik anwenden: Hypothesentesten, Vertrauensintervalle und Toleranzintervalle.
Jörg Meyer, Hameln: Zur stochastischen Abhängigkeit
Der Gegenbegriff zur stochas- tischen Unabhängigkeit zerfällt in zwei Teile: Ereig- nisse können sich gegenseitig begünstigen oder sich gegenseitig behindern. Beide Gegenbegriffe haben unerwartete und zum Teil kontraintuitive Eigenschaften. So findet zum Beispiel keine Transitivität statt. Die beiden Begriffe zur stochastischen Abhängigkeit werfen auch ein neues Licht auf das Simpson-Para- doxon.
Jörg Meyer, Hameln: Wie man geschickt manipuliert
Eine Änderung der Skalierung oder eine Nullpunktsverschiebung können dazu führen, dass Säulendiagramme ein ganz unterschiedliches Aussehen bekommen. So lassen sich mit ein und demselben Datensatz Säulendiagramme erzeugen, die einen Aufwärts- oder einen Abwärtstrend oder eine Konstanz anzeigen.
Andreas Prömmel, Gotha: Martignon, Laura & Hoffrage, Ulrich: Wer wagt, gewinnt? Hogrefe AG. 2019
Das im April 2019 im Verlag Hogrefe erschienene Buch trägt den Untertitel: "Wie Sie die Risikokompe- tenz von Kindern und Jugendlichen fördern können". Es richtet sich an Eltern, Lehrer und Lehramtsstudierende, die mehr zum Thema Risiko erfahren wollen oder dieses Thema in irgendeiner Form explizit als Unterrichtsgegenstand behandeln können. Das Buch, welches in diesem Sinne sowohl Ratgeberbuch als auch Fachlehrbuch ist, gliedert sich in zwei Teile, die jeweils mehrere Kapitel umfassen.
Laura Martignon, Ludwigsburg: Sill, Hans-Dieter & Kurtzmann, Grit: Didaktik der Stochastik in der Primarstufe. Springer Spektrum. 2019
Das im Jahr 2019 im Springer Verlag erschienene Buch verspricht bereits am Anfang des Vorworts, die Arbeit von Lehrpersonen im Primarbereich zu unterstützen. Das Buch wird zweifellos sein Versprechen halten. Im Buch finden Lehrerinnen und Lehrer "ein theoretisch begründetes Konzept zur schrittweisen Herausbildung stochastischer Kompetenzen von Kindern der ersten bis vierten Jahrgangsstufe".
Joachim Engel, ludwigsburg: Leserbrief - Brexit – 350 Millionen Pfund pro Woche für die EU?
Wie allseits bekannt, sind unsere Nachbarn jenseits des Ĩrmelkanals aufgrund eines Problems namens Brexit in zwei sich verbissen gegenüberstehende Lager getrennt. Das Referendum über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union fand im Juni 2016 statt. Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an das eindrucksvolle Bild eines großen roten Busses mit der Aufschrift (hier in deutscher Übersetzung): "Wir überweisen der EU jede Woche 350 Millionen Pfund Sterling – Lasst uns stattdes- sen unser Gesundheitssystem NHS finanzieren." Mit diesem beeindruckenden Slogan konnten die Befür- worter eines Austritts aus der EU viele Unterstützer gewinnen, was möglicherweise den Ausschlag für den knappen Vorsprung von 52 zu 48 Prozent der EU-Gegner gab.

Heftherausgeber: Andreas Prömmel, Gotha & Markus Vogel, Heidelberg
email: vogel(at)ph-heidelberg.de

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