Verein zur Förderung des schulischen Stochastikunterrichts e.V.
 

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Jahrgang 39 (2019) Heft 2:

Vorwort
Achim Schiller, Ludwigsburg: Kritisches Hinterfragen datenbasierter Aussagen aus Medien
Sich unabhängig und selbstbe­ stimmt eine Meinung bilden zu können ist eine Grund­ voraussetzung für mündige Bürger. Im Dickicht des heutigen Informationsdschungels ist das ohne statis­ tische Kenntnisse und eine kritische Einstellung je­ doch nur noch bedingt möglich. Im Folgenden wird das Modul Kritisches Hinterfragen datenbasierter Aussagen vorgestellt, das in Ludwigsburg mehr­ fach in Seminaren mit Lehramtsstudierenden im Fach Mathematik erprobt wurde. Durch eine schritt­ weise durchgeführte Analyse einer datenbezogenen Schlagzeile, des dazugehörigen Artikels und dessen Datengrundlage soll das Bewerten von Aussagen, die auf einer Datenanalyse basieren, behandelt werden. Dabei werden die wesentlichen Bereiche heraus­ gearbeitet, die für eine evidenzbasierte Bewertung wichtig sind.
Karin Binder, Stefan Krauss, Regensburg und Walter Krämer, Dortmund: Sonderbare Avocado-Vermehrung und kriminelles Frankfurt – Aktuelle statistische Fehler in den Medien unterrichtlich nutzen
Täglich werden wir mit Daten, Diagrammen und Tabellen überhäuft, wovon manche leider (absichtlich oder unabsichtlich) manipulativen Charakter haben. Dass die meisten Menschen in der heutigen Gesellschaft (noch) nicht in der Lage sind, solche statistischen Fehlgriffe zu erkennen, ist wider- sinnigerweise für den Stochastikunterricht jedoch ein Glücksfall. Wenn Sensibilität gegenüber statistischen Manipulationen vermittelt werden soll, kann nämlich in aktuellen Zeitungen und Fernsehsendungen aus dem Vollen geschöpft werden. Der vorliegende Bei- trag zeigt, welche typischen Manipulationen derzeit gehäuft auftreten und wo jeweils aktuelle Beispiele für den Unterricht gefunden werden können.
Susanne Schnell, Paderborn, Karin Binder, Regensburg: Einladung zur Herbsttagung des Arbeitskreises Stochastik
Travis Weiland, Dartmouth, Massachusetts, Usa: Die Bedeutung des Kontexts bei der Auswahl von Aufgaben
Kontext ist der Kern jeder sta- tistischen Untersuchung. Trotzdem verlangen viele Aufgaben im Statistikunterricht kaum, dass Lernende über eine oberflächliche Betrachtung der Kontexte hinausgehen, in denen diese Aufgaben eingebettet sind. In diesem Artikel wird ein theoretisches Gerüst für die Bewertung des Niveaus der Auseinanderset- zung mit dem Kontext beschrieben, den eine Aufgabe von Lernendnen erfordert und wie man Aufgaben än- dern kann, um das erforderliche Maß an Auseinan- dersetzung zu erhöhen.
Simon R. White, Cambridge, UK; Laura J. Bonnett, Liverpool, UK: Aktivitäten zum Ziehen verzerrter Stichproben: Eine Untersuchung zum Diskussionsanstoß
Dem statistischen Konzept der Stichprobenziehung wird oft wenig Aufmerksamkeit geschenkt, typischerweise auf das Mantra reduziert "Ziehen Sie eine Stichprobe". Die vorliegenden ma- terialsparenden und anpassbaren Aktivitäten behan- deln das Stichprobenziehen und gehen Fragen nach, die aufgrund verzerrter Stichprobenziehungen ent- stehen.
Rolf Biehler, Paderborn, Andreas Prömmel, Gotha, Grit Kurzmann, Franzburg: Einladung zur außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung des schulischen Stochastikunterrichts e. V.
 
Philipp Ullmann, Frankfurt; Thomas Wassong, Paderborn: Bibliographische Rundschau

Heftherausgeber: Andreas Prömmel, Gotha & Markus Vogel, Heidelberg
email: vogel(at)ph-heidelberg.de

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